Sauerstoff

Luft ist mehr als Sauerstoff – die Wissenschaft zeigt’s!

Keine Frage: Sauerstoff ist unentbehrlich. Gerade einmal wenige Minuten kann der Mensch ohne Luft überleben. Doch Luft ist nicht gleich Luft. Insbesondere nicht in Zeiten der zunehmenden Verschmutzung. Wir werfen einen wissenschaftlichen Blick auf das Thema.

Die Luftverschmutzung stellt laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) heute eine der größten Gesundheitsrisiken dar. Mehr als 88 Prozent der vorzeitigen Todesfälle in Ländern mit geringem und mittlerem Einkommen werden demzufolge durch Luftverschmutzung ausgelöst. Allerdings geht diese Verschmutzung nicht nur auf die Emissionen von Industrie und Haushalten zurück. Auch das Abholzen der Wälder hat zu einer Misere in Sachen Atemluft beigetragen. Neun von zehn Menschen atmen verschmutzte Luft. Jedes Jahr sterben laut WHO rund 7 Millionen Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung. Ein Drittel der Todesfälle durch Schlaganfälle, COPD, Lungenkrebs und Herzkrankheiten gehen bereits darauf zurück.

Sauerstoff: Die harten Fakten…

Alle Stoffwechselprozesse der Zellen und deren Energiegewinnung sind beim Menschen vom Sauerstoff (O2) abhängig. Doch wir atmen nicht Luft, sondern Atmosphäre, bei der zur Luft noch der Wassergehalt hinzukommt. Die Lehre der Medizin vernachlässigt noch immer den Anteil des Wassers in der Atmosphäre wegen seines zu geringen Anteils (0,01 Prozent). Im Durchschnitt atmet der Mensch 12.000 – 15.000 Liter Atmosphäre (Luft) je 24 Stunden täglich ein. Davon rund 3.150 Liter Sauerstoff und 0,150 Liter Wasser (bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60 Prozent und einer Temperatur von 20 Grad Celsius). In Großstädten und industriellen Ballungsgebieten ist die Luft-Atmosphäre stark mit Feinstaub und Toxinen belastet.

…und welche Rolle Wasser spielt

Das, in der Atmosphäre vorhandene, Wasser verliert dadurch seine energetische Funktion, weil es sich an die Toxine und an den Feinstaub bindet. Das hat zur Folge, dass die Schleimhäute der Nase austrocknen und so langsam ihre natürliche Filterfunktion verlieren. Auch die Bronchien werden in Mitleidenschaft gezogen und können ihre Abwehrfunktion nicht mehr erfüllen. Sie fangen an zu verschleimen und der Mensch kann den Feinstaub nicht mehr abhusten. Letztlich wird der Gasaustausch in der Lunge reduziert, das Blut erhält nicht mehr genügend Sauerstoff und auf der anderen Seite kann das Blut nun das CO2 nicht mehr ausreichend entsorgen. Das ist die Ursache für die Entstehung aller möglichen Krankheiten in der heutigen Zeit. Die Ursache ist nicht der mangelnde Sauerstoff in der Atmosphäre, sondern sein Transport über die Lunge ins Blut. Und dafür ist primär das Wasser in der Atmosphäre, in der wir leben, verantwortlich: als Katalysator in den Lungenbläschen.

Medizin-Nobelpreis 2019 für Sauerstoff-Forschung!

Übrigens hat sich auch der Medizin-Nobelpreis 2019 mit der Sauerstoff-Forschung befasst. Dieser ging an drei Zellforscher aus den USA und Großbritannien, die untersuchten, wie Zellen Sauerstoffmengen erkennen und sich daran anpassen. Damit zeichnet das Karolinska-Institut ein Forschungsgebiet mit enormem Potenzial aus und hebt hervor, wie wichtig Sauerstoff für das ganze Leben und das menschliche Wohlbefinden ist. 

Denn Sauerstoff ist unentbehrlich für die meisten Lebensvorgänge. Der Sauerstoffsensor der Zellen spielt eine tragende Rolle im Stoffwechsel, so auch beim Sport, bei der Anpassung an große Höhen oder gar bei der Entstehung von Krebs. Die drei Wissenschaftler William G. Kaelin Jr. (Universität Harvard) und Gregg Semenza (Johns Hopkins University) aus den USA sowie Sir Peter Ratcliffe (Universität Oxford), die mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet wurden, haben herausgefunden, wie Zellen Sauerstoff einerseits qualitativ messen und anderseits auch beispielsweise auf unphysiologische Mengen reagiere –  und welche Mechanismen oder Sensoren dafür zuständig sind. 

„Wir freuen uns sehr über die Entscheidung des Karolinska-Instituts, die Erkenntnisse der drei Wissenschaftler mit dem Nobelpreis 2019 zu beehren“, erklärt Gründer von SPIROYAL by Airnergy Guido Bierther. Die Auszeichnung, so der Experte, habe Signalwirkung für die Wichtigkeit des Forschungsfeldes. „Die Erkenntnisse dieser drei geehrten Wissenschaftler haben heute große Tragweite: Sie helfen, Patienten mit Sauerstoffarmut zu helfen. Und sie kommen Menschen mit anderen Leiden zugute.“

Extratipp: Wer noch mehr über die Luft, von der wir täglich rund 10.000 Liter mit rund 20.000 Atemzügen aufnehmen, allerdings 75% davon unverwertet ausatmen, erfahren möchte, lädt sich die  Informationsbroschüre „Der kleine Atmos“ herunter. Darin wird auf leicht verständliche Weise und im Detail darauf eingegangen, was wir unentwegt atmen und was uns vom ersten bis zum letzten Atemzug am Leben hält. Diese Broschüre, die beschreibt wie mit der Energie der gesunden Waldluft, Gesundheit und Wohlbefinden „getankt“ wird, steht zum kostenlosen Download auf www.LebendigeLuft.de zur Verfügung.